Regeln sind zum Brechen da – Warum Sie Sonderlinge einstellen sollten

Wenn der Auslandsaufenthalt fehlt oder die Semesterzahl die Regelstudienzeit übersteigt, packt jeden Bewerber die Angst vor dem Personaler. Denn schon in der Schule lernen wir: Ein Lebenslauf soll einen roten Faden aufweisen, Brüche sind zu vermeiden. Warum Recruiter aber besonders die Bewerber mit den unkonventionellen Lebensläufen im Auge behalten sollten, verrät Talentsoft, Europas führender Anbieter cloudbasierter HR-Software.

Unkonventionell sind Dinge, die von der Norm abweichen. Im Businesskontext kann das jemand sein, der täglich in Anzug und Krawatte ins Büro kommt, obwohl alle anderen Jeans und T-Shirt tragen. Unangepasst kann aber auch jemand sein, der anders als seine Kollegen aus demselben Berufsstand denkt oder einen anderen beruflichen Background hat als der Rest der Belegschaft. In der Regel werden solche Bewerber im Bewerbungsverfahren aussortiert. Ihnen eilt leider das Vorurteil des Querulantens oder der Ruf der Unentschlossenheit voraus. Dazu kommt: Recruiter sind auch nur Menschen und bewegen sich lieber in der sicheren Komfortzone – wählen also schlussendlich das Bekannte.

Doch wissen Sie, was Bill Gates, Wolfgang Joop und Mick Jagger – neben ihrem Erfolg – gemeinsam haben? Sie haben ihre originären Lebensentwürfe über Bord geworfen, die Uni abgebrochen und dann das verfolgt, worin sie gut waren. Der amerikanische Ökonom Michael Porter wagte schon 1985 die These, dass sich ein Unternehmen nur dann vom Wettbewerb absetzen kann, wenn es anders ist. Anders kann ein Unternehmen aber nicht sein, wenn alle Mitarbeiter gleich denken, sich gleich kleiden und gleich handeln.

Und genau hier kommen die mit dem ungewöhnlichen Lebenslauf ins Spiel. Außergewöhnliche Menschen überdenken standardisierte Prozesse, liefern neue Inspirationen und betreten auch mal unbekanntes Terrain. Spezielle Charaktere sind eine Bereicherung für jedes Unternehmen. Hier bedarf es den Mut eines Personalers, ausgetretene Pfade zu verlassen und jemanden einzustellen, der nicht ins bestehende Raster passt. Solange die gemeinsame Basis – die Leidenschaft für den beruflichen Gegenstand – gegeben ist und der Kandidat Entwicklungsbereitschaft zeigt, muss ein Personaler den unkonventionellen dem konservativen Lebenslauf vorziehen. Gehen Sie kalkulierte Risiken ein. Nur so kann Ihr Unternehmen wachsen.

Uwe Link ist seit 2016 Direktor der DACH-Region von Talentsoft. Der studierte Maschinenbauer war zuvor zwei Jahre als Territory Manager Germany im Unternehmen tätig. Seine beruflichen Stationen umfassen unter anderem die Softwareunternehmen Axway, GXS und itelligence AG.

Uwe Link

Uwe Link ist seit 2016 Direktor der DACH-Region von Talentsoft. Der studierte Maschinenbauer war zuvor zwei Jahre als Territory Manager Germany im Unternehmen tätig. Seine beruflichen Stationen umfassen unter anderem die Softwareunternehmen Axway, GXS und itelligence AG.