Data Driven Recruitment im Fokus

Sebastian Hergott ist Geschäftsführer bei DRSP (Dr. Schmidt & Partner), einer Personalberatung und Agentur, die seit mehr als 30 Jahren im HR-Marketing und Executive Search im gesamten DACH-Raum tätig ist. Von Recruiting bis Retention, von Karrierewebsite bis Data Driven Recruitment: DRSP bildet nahezu das gesamte Spektrum der Personalarbeit ab und bietet Kunden aller Branchen und Größen vielfältige Leistungen. Im Gespräch mit dem TALENTpro-Blog rückt der Experte heute das Data Driven Recruitment in den Fokus.

Foto: Sebastian Hergott (Dr. Schmidt & Partner Group)

Was ist Data Driven Recruitment?

Kern des Data-Driven-Recruitment-Ansatzes ist das Tracking und die Analyse des gesamten Prozesses, um auf Basis von Daten künftige Recruiting-Strategien abzuleiten. Data Driven Recruitment ermöglicht es Unternehmen zum einen, die Zielgruppe besser zu erreichen und zum anderen, sich bei Personaleinstellungsprozessen von Daten statt vom Bauchgefühl leiten zu lassen.

Welche Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen?

Beim Erfassen der Daten sollten Arbeitgeber möglichst akribisch vorgehen – dies gilt auf allen möglichen Ebenen: von der Erstellung von ScoreCards für strukturierte Interviews oder den Einsatz eignungsdiagnostischer Verfahren bis hin zur Nutzung von ATS-Systemen und Analytics Software wie Google Analytics. Zunächst muss eine solide Basis geschaffen werden, auf der die Daten erfasst werden können.

Können Sie Beispiele für relevante Kennzahlen im Data Driven Recruitment nennen?

Im Bereich von Stellenanzeigen oder Marketingkampagnen gibt es fünf besonders wichtige KPIs: Neben den Impressions, also Einblendungen einer Anzeige, sind vor allem die Klickraten und die Click-through-Rate, also das Verhältnis von Impressions zu Klicks, relevant. Insbesondere wenn es daran geht, den Erfolg beziehungsweise das Preis-Leistungsverhältnis von Maßnahmen zu evaluieren, liegt der Fokus vor allem auf dem CPC (Cost-per-Click) und CPA (Cost-per-Application). Im Hinblick auf den Gesamtprozess sind vor allem die Time-to-hire, Cost-per-hire und die Offer Acceptance Rate von Interesse. Grundsätzlich lassen sich die KPIs jedoch beliebig ausbauen und individuell anpassen. Beispielsweise können Unternehmen auch qualitative Daten wie die Anzahl der wirklich qualifizierten Bewerbungen pro Medium hinzuziehen, um ein noch umfassenderes Gesamtbild zu erhalten und damit einhergehend eine möglichst valide Entscheidungsgrundlage zu schaffen.

Was sind Vorteile des Data-Driven-Recruitment-Ansatzes?

Je mehr Daten dem Unternehmen vorliegen, desto bessere Prognosen kann es für künftige Prozesse aufstellen. Darüber hinaus können die Qualität der Einstellungen verbessert, die Dauer des Prozesses verkürzt und die Kosten reduziert werden. All das ist aber natürlich nur möglich, wenn das Unternehmen daraus auch die richtigen Schlüsse zieht. Logischerweise nützen Daten allein nichts, wenn nicht entsprechend damit gearbeitet wird.

Gibt es auch Nachteile?

Ein klarer Nachteil ist der Aufwand, denn natürlich müssen Unternehmen in die Erfassung der Daten Budget und Zeit investieren. Darüber hinaus ist es – wie eben schon erwähnt – wichtig, die Daten auch richtig zu interpretieren und entsprechende Maßnahmen abzuleiten. Wer Spezialisten wie unsere Agentur für Personalmarketing und Employer Branding DRSP Group an der Hand hat, erhält hier die entsprechende Unterstützung.

Sebastian Ofer ist Chefredakteur der Online-Portale HRM.de und HRM.ch sowie des TALENTpro-Blogs. Der Journalist und studierte Germanist hat ein sicheres Auge für spannende personalwirtschaftliche Themengebiete und die neusten Trends der Arbeitswelt.

Sebastian Ofer

Sebastian Ofer ist Chefredakteur der Online-Portale HRM.de und HRM.ch sowie des TALENTpro-Blogs. Der Journalist und studierte Germanist hat ein sicheres Auge für spannende personalwirtschaftliche Themengebiete und die neusten Trends der Arbeitswelt.