HR und Recruiting in Zeiten der Pandemie: Wie sich die Coronakrise auf Unternehmen und Studierende auswirkt

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Austin Distel/Unsplash

Mit einer Umfrage unter mehr als 1.600 Studierenden und Unternehmen liefert die Recruitingplattform JobTeaser brandaktuelle Einblicke in die Stimmungslage des akademischen Nachwuchses und der HR-Abteilungen. Die zentralen Fragen: Wie verändern sich Recruiting sowie Personalstrategien von Unternehmen? Und welche Implikationen hat dies für den Jobeinstieg und die Zukunftsperspektive der Absolvent*innen?

Strategische HR-Investments sind ungebrochen

Während die Hälfte (50 Prozent) der Studierenden optimistisch in die Zukunft blickt, gaben nahezu alle befragten Unternehmen (95 Prozent) an, von der Krise direkt oder absehbar betroffen zu sein. Dennoch haben die HR-Aktivitäten – und damit auch die Rekrutierung neuer Talente – wieder deutlich zugenommen. Der Anteil der befragten Unternehmen, die ihre HR-Aktivitäten teilweise oder komplett wie vor der Krise fortsetzen, stieg von 76 Prozent im April auf 95 Prozent im September. Zudem gaben 45 Prozent der befragten Unternehmen an, dass ihre HR-Budgets auch sechs Monate nach Beginn der Pandemie noch ungekürzt vorhanden sind.

Herausforderungen im Recruiting: Smarte Prozesse implementieren

Drei große Herausforderungen beschäftigen die Unternehmen beim Recruiting in Zeiten der Krise: Mit einem Anteil von 55 Prozent kommt die Implementierung intelligenter Recruitingprozesse auf Platz eins. Es folgen die Einhaltung der gesetzten Grenzen des HR-Budgets (47 Prozent) und ein sparsamer Umgang mit Ressourcen (42 Prozent). Unternehmen scheinen ihren Fokus also auf die Effizienz ihrer Prozesse zu legen. Doch was wünschen sich Studierende und Absolvent*innen in Sachen Recruiting?

59 Prozent der Befragten bewerten die Inhalte von Praktikums- und Stellenangebote als unklar und missverständlich. Hier liegt die Verantwortung bei den Unternehmen, potenziellen Bewerber*innen die richtigen und relevanten Informationen an die Hand zu geben und diese sichtbar über die relevanten Kanäle zu präsentieren. Weiterhin gaben 24 Prozent der Studierenden an, dass die Informationen zu Prozessen im Recruiting nicht transparent sind und zu lange dauern (31 Prozent). Auch hier haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Kommunikation mit Studierenden und Absolvent*innen anzupassen, um sich als potenzielle Arbeitgeber bestmöglich zu positionieren.

Wie können HR-Abteilungen unterstützt werden?

Die Hinweise der befragten Studierenden und Absolvent*innen sind deutlich. Es liegt nun also in der Hand der Unternehmen, ihre HR-Abteilungen so aufzustellen, dass die Prozesse angepasst und optimiert werden können. An welchen Punkten sie dabei weitere Unterstützung benötigen, wurde im Rahmen der Umfrage ebenfalls beleuchtet: Rund ein Drittel (32 Prozent) der befragten Unternehmen wünscht sich, dass die HR-Abteilungen mit mehr aktuellem und relevantem Content unterstützt werden. Besonders in einer Zeit, in der einschneidende Ereignisse aufgrund der Corona-Pandemie an der Tagesordnung sind.

Zudem wünschen sich 29 Prozent der befragten Unternehmen Unterstützung und Inspiration bei der Entwicklung von Live-Formaten um die Schnittstelle zwischen Arbeitgeber und Studierenden zu schließen.

Fazit: Bleiben Sie aktiv mit Talenten in Kontakt

Lediglich jede*r fünfte Studierende (21 Prozent) ist im Angesicht der Corona-Pandemie pessimistisch eingestellt. Vielmehr scheint Zuversicht die Devise zu sein. Bei der Hälfte der befragten Studierenden prägt sie den Blick für die eigene Lebens- und Berufsgestaltung. Auch bei Unternehmen ist dieser Trend erkennbar: Waren es im April noch 41 Prozent der Unternehmen, die sich hoffnungsvoll in Bezug auf einen steigenden Personalbedarf zeigten, sind es im September bereits 60 Prozent. Doch die Krise ist noch nicht überwunden. Unternehmen sollten jetzt potenziellen Bewerber*innen klar und deutlich zeigen, was sie zu bieten haben. Nur durch transparente Kommunikation nach außen senden sie das richtige Bild und erzielen die gewünschten Recruitingerfolge.

Über die Umfrage: Im Zeitraum vom 9. bis 28. September hat JobTeaser gemeinsam mit LabRH 1.572 Studierende in Deutschland und Österreich sowie 38 Unternehmen im JobTeaser Netzwerk online befragt. Die Ergebnisse sind jetzt in einem Report veröffentlicht. Den gesamten Report können Sie hier downloaden.

Svenja Rausch
Head of Marketing DACH at JobTeaser

Svenja Rausch ist Head of Marketing DACH bei JobTeaser. Bei der führenden Recruitingplattform für Studierende und junge Absolventen in Europa verantwortet sie den gesamten Markenauftritt. Zuvor war sie für das Digitale und internationale Marketing der Universität zu Köln zuständig.

Svenja Rausch

Svenja Rausch ist Head of Marketing DACH bei JobTeaser. Bei der führenden Recruitingplattform für Studierende und junge Absolventen in Europa verantwortet sie den gesamten Markenauftritt. Zuvor war sie für das Digitale und internationale Marketing der Universität zu Köln zuständig.